Heitersheim
Die Römervilla von Heitersheim ist nicht schwer zu finden, einfach immer nur den braunen Schildern „Römervilla“ und „Malteserschloss“ folgen (steht beides direkt nebeneinander). Ein kostenloser Parkplatz befindet sich dort ebenfalls.
Wir haben Glück, denn es ist zufällig 15 Uhr, als wir zur Römervilla kommen und sonntags findet um diese Zeit immer eine kleine Führung eines Studenten aus Freiburg statt. Dieses Angebot nutzen wir natürlich. Die Villa war einst Teil eines großen römischen Gutshofes, zu dem auch Landwirtschaft und Handwerk (vor allem Töpferei) dazugehörten. Der Gutshof wurde später ausgebaut, Mitte des 3. Jhds. dann aber wegen der Überfälle der Germanen aufgegeben. Dass die Villa mit dem schönen Zierwasserbecken von Archäologen entdeckt wurde, war ein großes Glück, denn große Teile der Wirtschaftsanlagen wurden im Mittelalter vom Malteserschloss überbaut. Der Eintritt zur Römervilla ist frei, aber Spenden sind selbstverständlich willkommen (die Erhaltung einer archäologischen Fundstätte ist sehr kostspielig).
Das benachbarte Malteserschloss wird heute noch von Ordensschwestern bewohnt und genutzt, deshalb ist ein Teil auch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Der große Innenhof mit dem Rosengarten ist allerdings begehbar und auch ein kleines Museum mit verschiedenen Ausstellungsstücken, die die Geschichte des Malteserordens erzählen. Dieser entstand im Mittelalter im Zuge der Kreuzzüge in Jerusalem, wanderte dann später aber über Zypern und Rhodos schließlich nach Malta. Heute befindet sich der Sitz allerdings in Rom. Das kleine Museum ist auch hier kostenlos.
Mittwoch, 29. Juni 2011
Badenweiler
Somit wäre auch Heitersheim abgehakt. Wir fahren den Weg zurück, den wir gekommen sind, bis zum Kreisverkehr und folgen der B3 weiter Richtung Müllheim. Eine wirklich schöne Strecke, die sonst von der Autobahn immer nur halb so schön zur Geltung kommt. Kurz vor Müllheim folgen wir den Hinweisschildern Richtung Badenweiler. Auch die „Römische Baderuine“ ist schon angeschrieben, allerdings sollte man dem im Moment noch nicht die volle Beachtung schenken, denn die Baderuine befindet sich inmitten des Kurparks von Badenweiler.
Vorher muss man aber noch sein Auto irgendwo abstellen, was in einem so bekannten Kurort nicht unbedingt einfach ist. Wir finden noch ein Plätzchen auf der Wiese, die zum Parkplatz des Strandbades gehört (ein Stück weiter die Straße hinauf befindet sich der Parkplatz Ost; die letzte Gelegenheit um kostenlos zu parken).
Jetzt müssen wir natürlich noch ein Stück laufen. Da sich der Großteil des Ortes (vor allem der Tourismus-Teil) einen Berghang hinaufzieht, heißt es nun also die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, um bergauf zu marschieren. Ist dann mal der Kurpark erreicht, ist unser Ziel nicht mehr fern. Vorbei an einem kleinen See mit Wasserfontänen sehen wir schon von Weitem die Glaskuppel des Schutzbaus, direkt neben dem heutigen Thermalbad. Wir umrunden das Ganze, bis wir den Eingang finden und sind im nächsten Moment sehr enttäuscht. Anstelle einer freundlichen Dame oder eines netten Herrn an der Kasse empfängt uns ein stummer Kassenautomat, der nur Kleingeld akzeptiert. Leider können wir den Eintritt von 2 Euro pro Person aber in Münzen nicht zusammenkratzen und weit und breit ist niemand bei dem wir wechseln könnten. In Anbetracht dessen, dass wir schon einige römische Baderuinen gesehen haben und vieles eigentlich auch vom Eingang aus zu sehen ist, beschließen wir, dass wir uns nicht mehr die Mühe machen, jemanden zum Wechseln zu suchen und lieber noch etwas durch den schönen Park zu schlendern.
Die Burg, die von Weitem so erhöht aussieht, ist vom Kurpark aus nicht mehr so weit entfernt. Wir folgen den Wegweisern und gelangen zur Ruine. Bei aller Liebe zu den Römern, so ein schönes, mittelalterliches Gemäuer ist doch auch was Schönes :). Wir lassen uns Zeit die einzelnen Winkel zu erkunden und wenn man die Wendeltreppe eines kleinen Turms erklommen hat, hat man auch eine ganz tolle Aussicht.
Über einen anderen Weg begeben wir uns wieder an den Abstieg, streifen dabei vorbei an hohen, alten Bäumen, bunten Blumen und schönen Wiesen. Jeder Winkel verbirgt wieder einen neuen, schönen Ausblick auf die Umgebung. Und schließlich kehren wir zurück zum See, wo die Sonne ihr Licht so auf die Wasserfontänen wirft, dass man aus manchen Blickwinkeln sogar kleine Regenbogen sehen kann. Enten tummeln sich hier, Schildkröten tauchen immer mal wieder auf, Goldfische ziehen ihre Bahnen und ein Paar von schwarzen Schwänen gleitet vorbei.
Somit wäre auch Heitersheim abgehakt. Wir fahren den Weg zurück, den wir gekommen sind, bis zum Kreisverkehr und folgen der B3 weiter Richtung Müllheim. Eine wirklich schöne Strecke, die sonst von der Autobahn immer nur halb so schön zur Geltung kommt. Kurz vor Müllheim folgen wir den Hinweisschildern Richtung Badenweiler. Auch die „Römische Baderuine“ ist schon angeschrieben, allerdings sollte man dem im Moment noch nicht die volle Beachtung schenken, denn die Baderuine befindet sich inmitten des Kurparks von Badenweiler.
Vorher muss man aber noch sein Auto irgendwo abstellen, was in einem so bekannten Kurort nicht unbedingt einfach ist. Wir finden noch ein Plätzchen auf der Wiese, die zum Parkplatz des Strandbades gehört (ein Stück weiter die Straße hinauf befindet sich der Parkplatz Ost; die letzte Gelegenheit um kostenlos zu parken).
Jetzt müssen wir natürlich noch ein Stück laufen. Da sich der Großteil des Ortes (vor allem der Tourismus-Teil) einen Berghang hinaufzieht, heißt es nun also die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, um bergauf zu marschieren. Ist dann mal der Kurpark erreicht, ist unser Ziel nicht mehr fern. Vorbei an einem kleinen See mit Wasserfontänen sehen wir schon von Weitem die Glaskuppel des Schutzbaus, direkt neben dem heutigen Thermalbad. Wir umrunden das Ganze, bis wir den Eingang finden und sind im nächsten Moment sehr enttäuscht. Anstelle einer freundlichen Dame oder eines netten Herrn an der Kasse empfängt uns ein stummer Kassenautomat, der nur Kleingeld akzeptiert. Leider können wir den Eintritt von 2 Euro pro Person aber in Münzen nicht zusammenkratzen und weit und breit ist niemand bei dem wir wechseln könnten. In Anbetracht dessen, dass wir schon einige römische Baderuinen gesehen haben und vieles eigentlich auch vom Eingang aus zu sehen ist, beschließen wir, dass wir uns nicht mehr die Mühe machen, jemanden zum Wechseln zu suchen und lieber noch etwas durch den schönen Park zu schlendern.
Die Burg, die von Weitem so erhöht aussieht, ist vom Kurpark aus nicht mehr so weit entfernt. Wir folgen den Wegweisern und gelangen zur Ruine. Bei aller Liebe zu den Römern, so ein schönes, mittelalterliches Gemäuer ist doch auch was Schönes :). Wir lassen uns Zeit die einzelnen Winkel zu erkunden und wenn man die Wendeltreppe eines kleinen Turms erklommen hat, hat man auch eine ganz tolle Aussicht.
Über einen anderen Weg begeben wir uns wieder an den Abstieg, streifen dabei vorbei an hohen, alten Bäumen, bunten Blumen und schönen Wiesen. Jeder Winkel verbirgt wieder einen neuen, schönen Ausblick auf die Umgebung. Und schließlich kehren wir zurück zum See, wo die Sonne ihr Licht so auf die Wasserfontänen wirft, dass man aus manchen Blickwinkeln sogar kleine Regenbogen sehen kann. Enten tummeln sich hier, Schildkröten tauchen immer mal wieder auf, Goldfische ziehen ihre Bahnen und ein Paar von schwarzen Schwänen gleitet vorbei.
Rückfahrt durch den Schwarzwald
Mittlerweile ist es Abend geworden und es ist Zeit den Heimweg anzutreten. Aber auch der Weg kann das Ziel sein, deshalb suchen wir noch nicht den schnellsten, sondern den schönsten Weg nach Hause. Nachdem wir zum Auto zurückgelaufen sind, fahren wir nicht mehr zurück nach Müllheim, sondern wählen die entgegengesetzte Richtung nach Schönau, direkt in den Schwarzwald hinein. Dabei geht es in steilen Serpentinen erst einmal hoch hinauf.
Dabei halten wir stets Ausschau nach einem geeigneten Plätzchen, wo wir unser Abendessen verspeisen können. Und als ob er nur auf uns gewartet hätte, finden wir einen kleinen Seitenweg, wo wir unser Auto parken können und gleich daneben einen Picknicktisch mit Bänken und einer schönen Aussicht auf Wälder und Wiesen. Hier lässt es sich gut sitzen und essen.
Nach dieser Rast geht es zum Endspurt hinauf auf den Berg. Auch ein Auto kann dabei ganz schön ins Schwitzen kommen. Das erkennen wir spätestens als wir oben an einem großen Wanderparkplatz anhalten, von wo man einen grandiosen Ausblick auf den Schwarzwald mit dem Belchen hat. Hier parkt auch ein Touristenehepaar, dessen Auto bereits Rauchschwaden aus der Kühlerhaube ausstößt. Da hilft nur abwarten und die Aussicht genießen.
Wir fahren abwärts wieder ins Tal, immer weiter Richtung Schönau und genießen die Waldlandschaft des Schwarzwaldes. Kurz vor Schönau biegen wir allerdings wieder in südliche Richtung nach Zell im Wiesental. Allmählich kehren wir wieder in vertrautere Gefilde zurück. Wir folgen weiter dem Tal, lassen Zell links (bzw. rechts) liegen und gelangen bis nach Schopfheim.
Mittlerweile ist es Abend geworden und es ist Zeit den Heimweg anzutreten. Aber auch der Weg kann das Ziel sein, deshalb suchen wir noch nicht den schnellsten, sondern den schönsten Weg nach Hause. Nachdem wir zum Auto zurückgelaufen sind, fahren wir nicht mehr zurück nach Müllheim, sondern wählen die entgegengesetzte Richtung nach Schönau, direkt in den Schwarzwald hinein. Dabei geht es in steilen Serpentinen erst einmal hoch hinauf.
Dabei halten wir stets Ausschau nach einem geeigneten Plätzchen, wo wir unser Abendessen verspeisen können. Und als ob er nur auf uns gewartet hätte, finden wir einen kleinen Seitenweg, wo wir unser Auto parken können und gleich daneben einen Picknicktisch mit Bänken und einer schönen Aussicht auf Wälder und Wiesen. Hier lässt es sich gut sitzen und essen.
Nach dieser Rast geht es zum Endspurt hinauf auf den Berg. Auch ein Auto kann dabei ganz schön ins Schwitzen kommen. Das erkennen wir spätestens als wir oben an einem großen Wanderparkplatz anhalten, von wo man einen grandiosen Ausblick auf den Schwarzwald mit dem Belchen hat. Hier parkt auch ein Touristenehepaar, dessen Auto bereits Rauchschwaden aus der Kühlerhaube ausstößt. Da hilft nur abwarten und die Aussicht genießen.
Wir fahren abwärts wieder ins Tal, immer weiter Richtung Schönau und genießen die Waldlandschaft des Schwarzwaldes. Kurz vor Schönau biegen wir allerdings wieder in südliche Richtung nach Zell im Wiesental. Allmählich kehren wir wieder in vertrautere Gefilde zurück. Wir folgen weiter dem Tal, lassen Zell links (bzw. rechts) liegen und gelangen bis nach Schopfheim.
Schwörstadt
Von hier aus peilen wir die letzte Station unserer Reise an, nämlich Schwörstadt. Die Straße führt uns auch durch Niederdossenbach, von wo aus man zu einem Menhir, dem Hunnenstein, laufen könnte. Leider wissen wir aber nicht so genau, wo sich dieser befindet und es ist schon zu spät, um das noch herauszufinden. Wir fahren lieber weiter nach Schwörstadt, in die Römerstraße, einer kleinen Straße, die parallel zur B34 verläuft.
Zwischen den Häuser 22 und 24 liegt hier eine kleine Wiese auf der der Heidenstein steht. Dies ist der letzte Rest eines jungsteinzeitlichen Megalithengrabes. Von diesem Grab ist ansonsten nichts mehr zu sehen, aber der Stein mit seinem „Seelenloch“ (man glaubte, dass die Seele des Toten durch dieses Loch das Grab verlässt) ist durchaus einen Besuch wert. In den 1920ern entdeckte man hier das Grab, in dem man Reste von 19 Menschen fand und Grabbeigaben, die sich heute im Heimatmuseum von Bad Säckingen befinden.
Damit beenden wir nun unsere Archäologie-Reise in der Region und fahren über die B34 wieder direkt nach Hause. Ein so schöner Tag wie dieser macht Lust auf mehr. Und Möglichkeiten dazu gibt es genug, denn es gibt noch vieles zu entdecken.
Von hier aus peilen wir die letzte Station unserer Reise an, nämlich Schwörstadt. Die Straße führt uns auch durch Niederdossenbach, von wo aus man zu einem Menhir, dem Hunnenstein, laufen könnte. Leider wissen wir aber nicht so genau, wo sich dieser befindet und es ist schon zu spät, um das noch herauszufinden. Wir fahren lieber weiter nach Schwörstadt, in die Römerstraße, einer kleinen Straße, die parallel zur B34 verläuft.
Zwischen den Häuser 22 und 24 liegt hier eine kleine Wiese auf der der Heidenstein steht. Dies ist der letzte Rest eines jungsteinzeitlichen Megalithengrabes. Von diesem Grab ist ansonsten nichts mehr zu sehen, aber der Stein mit seinem „Seelenloch“ (man glaubte, dass die Seele des Toten durch dieses Loch das Grab verlässt) ist durchaus einen Besuch wert. In den 1920ern entdeckte man hier das Grab, in dem man Reste von 19 Menschen fand und Grabbeigaben, die sich heute im Heimatmuseum von Bad Säckingen befinden.
Damit beenden wir nun unsere Archäologie-Reise in der Region und fahren über die B34 wieder direkt nach Hause. Ein so schöner Tag wie dieser macht Lust auf mehr. Und Möglichkeiten dazu gibt es genug, denn es gibt noch vieles zu entdecken.
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